Mittwoch, 23. Dezember 2009

Frohe Weihnachten

Wie es vielleicht heute und die vergangenen Tage in vielen Blogs zu lesen war: "Frohe Weihnachten". Auch ich möchte mich in diese Gruppe einreihen. Nicht weil es sich gehört oder höflich wäre. Ich habe dieses Jahr mehrere Erlebnisse gehabt, die mich dazu bewogen haben es aus voller Überzeugung zu tun. Weihnachten vielleicht nicht als das Fest der Christen, sondern Weihnachten als das Fest der Besinnung, des sich bewusst werdens was einem die letzten Monate alles widerfahren ist. Wie man selbst zu gewissen Menschen steht und wie wiederum andere zu einem stehen. Was einem wirklich wichtig ist.

Ich mag Weihnachten, ich genieße mein Familienleben an Weihnachten und ich bin froh auch um die schlechten Erfahrungen, die mir Werkzeuge in die Hand gaben, damit umzugehen und kommende schwere Strecken leichter zu meistern. Ich freue mich auf das Fest und die Menschen, mit denen ich Weihnachten feiere.

Ich wünsche allen FROHE WEIHNACHTEN!

Dienstag, 22. Dezember 2009

Zukunft und Rückblick

Nur allzu oft hört man: "Blicke nicht zurück, schau nach vorne!" Diese Weisheit ist nicht die schlechteste, aber eben nicht die volle Wahrheit. Manchmal lohnt es sich dann doch, hin und wieder einen Blick in die Vergangenheit zu werfen, denn nur dann wird einem bewusst, was man wirklich erreicht hat. Ich habe heute für mich einen Rückblick gewagt. Ich hatte Ende 2005 begonnen meine Lebensziele zu definieren. Seitdem habe ich nur einmal in meine Aufzeichnungen gesehen und die Ziele verglichen und korrigiert. Das war Ende 2006. Heute stelle ich fest, dass ich fast jedes meiner Ziele erreicht habe. In der Regel sogar deutlich früher als meine Einschätzung, die meistens recht realistisch ist. Andere wenige Ziele, habe ich verfehlt. Doch mit der gewissen Hartnäckigkeit werde ich sie im Jahr 2010 noch vehementer angehen, als bisher.

All jenen, denen die Zuversicht für Ihre Träume fehlt, kann ich nur raten, führt Buch über Eure Entwicklung. Schreibt Eure Ziele auf und setzt Euch einen Zeitrahmen. Ihr werdet sehen, dass sich vieles mit einem gewissen Einsatz verändert. Ziele verändern sich auch, daher lohnt es sich auch die regelmäßig anzupassen. Bleibt am Ball und steuert Eure Wünsche und vergesst nicht den Rückblick, um zu kontrollieren und gegebenenfalls Euren Kurs zu korrigieren oder Euch auf die Schulter zu klopfen wenn Ihr Eure Ziele erreicht habt.

Sonntag, 6. Dezember 2009

Alles anders und doch alles beim Alten

Zurückblickend auf das Jahr 2008 um die gleiche Zeit, hat sich doch einiges an meiner beruflichen Situation geändert. Meine Abteilung steht hinter mir, die Geschäftsleitung hat bei einem Termin ihre große Zufriedenheit mit meiner Arbeit bekundet und ich bin entspannter und souveräner geworden. Krisen zu managen ist einfacher geworden, doch ich merke zunehmend, dass meine Energiereserven deutlich intensiver angekratzt werden, als das vorher der Fall war. Mein Puffer, diese Krisen abzufangen, ist nicht besonders groß. Im Broterwerb geht es also voran und ich bin in allem wovon ich überzeugt war bestätigt. Obwohl ich letztes Jahr und zum Jahresbeginn 2009 allergrößte Zweifel hegte, ob meine Bemühungen fruchten.

Letztlich die Wunschsituation des Künstlerdaseins hakt. Aber auch hier trage ich eine Überzeugung in mir. Ich bin mir sicher, dass auch hier mein Plan aufgehen wird, aber meine Ungeduld steht mir doch sehr im Weg. Ich habe mich dieses Jahr, mit vielen privaten Ereignissen, vornehmlich auf die Vermarktung meiner Arbeit fokussiert. Ich merke, dass ich auch das kann, nur der Erfolg, der Verkauf meiner Arbeiten bleibt aus. Vielleicht ist 2009 auch nicht das richtige Jahr für Luxusartikel wie Kunst. Die Bekannten werden immer gekauft, die Unbekannte haben es doppelt schwer. Aber auch eine Wirtschaftskrise hat irgendwann ein Ende.

Samstag, 5. September 2009

Schmerz

Wieder einmal sitze ich vor dem Rechner und versuche meinen Schmerz in den Griff zu bekommen. Es gibt Dinge im Leben, die einem Illusionen nehmen, die nichts mit dem Beruf zu tun haben, die aber dennoch passieren. Und nachdem sie passiert sind, gehen sie nur ganz langsam wieder weg, verschwinden aber nie wirklich. Sie bleiben Bestandteil deines Lebens.

Ich habe noch viel zu erzählen und dieser Blog hört mir zu. Ich werde also weitermachen.

Vielen Dank an meine Leser und die Kommentare.

Dienstag, 1. September 2009

Was nun, was tun?

Ich habe hin und her überlegt. Was mache ich mit diesem Blog? Ich glaube ich bin auf einem guten Weg, meine Ziele zu erreichen und habe einerseits das Gefühl diesen Blog schließen zu müssen, andererseits glaube ich, noch viel über Stilblüten meines Büroalltags berichten zu können. Was soll ich also tun. Wer Interesse am Fortbestehen dieses Blogs hat, kann mir gerne einen Kommentar in diesem Post hinterlassen. Ansonsten werde ich wohl abschalten.

Montag, 3. August 2009

Abteilungsleiter, was nun?

Heute war es dann so weit. Die Geschäftsleitung hat mich zu sich gebeten und gefragt, ob ich noch immer an dem Job interessiert sei. Ich habe natürlich "Ja" gesagt. Dennoch, ich habe noch einen steinigen Weg vor mir und es könnte sein, dass man relativ schnell bereut mich auf die Karriereleiter gestellt zu haben. Ich werde sehr fordernd und geradeaus sein. Man will auch über ein Gehalt mit mir verhandeln. Morgen wird es dann schließlich offiziell gemacht.

Die nächsten Monate werden turbulent sein, denn ich habe bei der Geschäftsleitung eine Veränderung der Kultur eingefordert. Sie schienen recht verdutzt, denn eigentlich hatten sie keine Forderungen erwartet. Es gibt immer noch Key Accounter, die nicht Willens sind mit meinen Kollegen zusammen zu arbeiten und selbst bei Ihren eigenen Leuten Angst verbreiten. Ich will mich hier einklinken, denn ich glaube es ist gut sich für eine gute Sache einzusetzen. Diese Menschen kosten das Unternehmen nach wie vor eine Menge Geld. Sie feiern ihre persönlichen Triumphe auf Kosten anderer und intrigieren gegen gerade Kollegn was das Zeug hält. Wer nicht mit ihnen ist ist gegen sie und bisher kamen sie damit durch. Es wird zwar eine Menge Energie kosten, aber ich werde und will an dieser Situation etwas ändern.

Mittwoch, 15. Juli 2009

Leute, was wollt Ihr?

SPAM. Ich verstehe nicht, warum es immer noch diese zahllosen Spammer gibt, die mit den albernsten Headlines und Titeln versuchen Menschen für Ihre Produkte zu werben.

Alles was man benötigt ist ein bisschen Empathie und das Vermögen zu reproduzieren, wie man selbst gerne angesprochen werden würde. Über Seriosität und Diskretion sollte man doch auch erwarten, dass so eine Penisverlängerung oder Potenzpillen besser an den Mann kommen, als über einen schwindeligen Absender den ich nicht kenne. Ich würde jedenfalls die seriöse Variante vorziehen.

Genauso die Idioten, die versuchen mit Pseudokommentaren Ihre dusseligen Unternehmens-URLs als Verlinkung in einen Blog zu bringen. Würdet Ihr zu einem Anbieter von Produkten und Dienstleistungen gehen, der Euch zu beschei...en versucht. Ich würde dort nicht kaufen und beraten werden wollen.

Leute, lest das Cluetrain Manifest. Hier haben ein paar schlaue Menschen 95 Thesen verfasst, die lesenswert sind. Hört auf Euren SPAM um die Welt zu schicken und zu glauben mit Euren Methoden könntet Ihr das große Geld verdienen. Ihr seid schlechte Verkäufer und hunderte genervte Menschen werden es Euch bestätigen.

Sonntag, 12. Juli 2009

Der Ton macht die Musik

Wie ich bereits berichtet habe, ist die Situation meiner Abteilung seit ein paar Wochen auf dem aufsteigenden Ast. Was die Anfeindung und den Ton einiger Key Accounter angeht, ist die Situation auf einem wirklich niedrigen Niveau. Eigentlich auf dem tiefsten, an das ich mich erinnern kann. Nicht alle verhalten sich so, sondern einige wenige. Durch meine Entspannung habe ich wieder mehr geistigen Spielraum, so dass ich auch für diese Kollegen Empathie empfinde. Vor diesen paar Wochen war mir deren Situation relativ egal. Mir ging es um mein persönliches Überleben.

Aktuell bin ich in der Lage die Zusammenhänge und Ursachen zu analysieren und renne mit dieser Analyse beim Chef der Key Accounter und meiner Geschäftsleitung offene Türen ein. Die Auftragslage ist sehr gut und man hat Angst, dass man Kunden verliert, wenn man einen Auftrag ablehnt. Also platzen die Abteilungen mit Arbeit aus allen Nähten. Es gibt sogar mittlerweile Burnout Fälle, wo Mitarbeiter mehrere Wochen ausgefallen sind. Darunter leidet die Motivation und die Qualität in höchstem Maße. Der Druck auf die Mitarbeiter ist so hoch, dass sie Ihren Druck ungefiltert weitergeben. Ich selbst sah mich auch schon in der Versuchung Kollegen für meinen Druck verantwortlich zu machen, konnte mich aber wieder zügig einbremsen.

Ich vermeide gezielt das Wort "Schuld", denn leider werden in deutschen Unternehmen zu oft Schuldige gesucht. Mein Eindruck ist, dass meine Bemühungen für ein besseres Miteinander selbst hier Früchte tragen. Es handelt sich zwar noch um kleine Pflänzchen, aber die lassen sich noch kultivieren. Die Querulanten, die dies torpedieren wird es immer geben, sie sollten aber in einem Unternehmen in der Minderheit sein. Der Mensch hat nun mal einen Kopf zum denken und den sollte er auf der Beziehungsebene halt auch einsetzen. Ist eine Beziehung erst einmal zerstört, wird eine gemeinsame Zusammenarbeit nahezu unmöglich und lähmt das Unternehmen mit Fehlern durch mangelnde Kommunikation.

Meine persönliche Meinung ist, dass man Konflikte frühzeitig auflösen sollte und die expliziten und impliziten Erwartungen aneinander aufklärt. Nur dann bekommt man eine Streitkultur und die Sicht des anderen. Es stauen sich keine negativen Emotionen an und vermeidet zwischenmenschliche Eskalation.

Freitag, 10. Juli 2009

Ein kleiner Rückblick

Ein paar Tage muss ich noch arbeiten gehen, dann ist wieder Urlaub angesagt. Momentan steigt mein Arbeitsvolumen knackig an und ich komme kaum hinterher. Bis Mitte kommender Woche muss ich noch eine Menge erledigen, damit das Ende der Woche nicht das "dicke Ende" ist. Dann zwei Wochen Urlaub, aber insbesondere zwei Wochen Familie. Eine Woche Saarland, eine Woche zu Hause. Ich werde mir einen Skizzenblock nehmen und wieder mal ein bisschen zeichnen. Mir scheint, dass ist die vergangenen zwölf Monate ohnehin zu kurz gekommen.

Heute ist erst einmal Freitag und der Broterwerb wartet auf mich. Momentan sind meine Arbeiten auf Verwaltungstätigkeiten beschränkt und der Abteilung geht es emotional gut wie lange nicht mehr. Ich habe eine große Akzeptanz und man spricht sie mir offen aus. Nicht nur bei den eigenen Mitarbeitern. Es hat sich sogar solch ein Enthusiasmus entwickelt, dass Optimierungen koordiniert laufen, um "den Laden" auf Vordermann zu bringen. Alle in der Abteilung helfen auf ihre Art und Weise mit. Nachdem ich Fish gelesen hatte und wieder Spaß in die Arbeit bringen wollte, war ich nach den ersten drei Monaten derart skeptisch, weil nichts von meinen Bestrebungen fruchtete. Jetzt sind alle wieder motiviert, der ein oder andere ist sogar Feuer und Flamme für Veränderungen. Eine gute Basis sich in den Urlaub zu verabschieden und danach weiter zu machen.

Der Weg dorthin war allerdings wirklich schmerzhaft. Die einzige Unterstützung, die ich viele Monate hatte, war einzig meine eigene. Ich habe heute noch körperliche Probleme aus dieser Zeit, die wohl noch eine Weile brauchen, bis sie verschwunden sind. Ich war am Boden und so tief unten, dass ich Angst vor meinem Weg auf die Arbeit hatte. Absurd, dass man in einer Wohlstandsgesellschaft so durch die Mühle gedreht wird und sich gegenseitig existenzielle Probleme bereitet, die alle künstlich sind.

Sonntag, 5. Juli 2009

Was ist passiert seit dem Urlaub?

Momentan sieht es so aus, als befände ich mich in einer stabilen Lage. Ich habe seit dem Urlaub zwar viel gearbeitet, aber die Nerven sind relativ dick. Man bietet mir jetzt mehr Gehalt an und hat mir "vollstes Vertrauen" ausgesprochen. Die Geschäftsleitung schätzt meine Art und lobt vorrangig mein "Fehlverhalten". Id est, ich lasse bei Problemen gerne auch mal die Hose runter. Ich möchte nichts vertuschen und mich vor allem nicht angreifbar machen, also suche ich die Flucht nach vorne. Das zahlt sich aktuell aus. Schnelles Vergelten und sofortiges Kooperieren. Auf jeder Ebene.

Ich habe im Urlaub meine Blockade beseitigt, permanent an den Broterwerb zu denken. Nach drei Tagen ertappte ich mich dabei, gerade nicht an meine Arbeit zu denken. Mittlerweile ist das ganz weit weg und meine Gedanken schwirren um meine Ziele, Pläne und die Kunst. Vor allem die Kreativität hat wieder zugelegt. Da momentan wenig Zeit zum Malen ist, schnappe ich mir regelmäßig die Kamera und schieße ein paar Fotos.

Ich habe einen Entschluss gefasst: Ich werde mit meinen Plänen erfolgreich sein.