Samstag, 13. Juni 2009

Wieder da

Der Urlaub ist vorbei. Leider. Zwei Wochen Finca-Urlaub auf Mallorca. Ich habe schon lange nicht mehr so viel und so ruhig geschlafen. Die letzten Monate vor dem Urlaub mussten leider sechs Stunden Schlaf ausreichen. In der Regel schlief ich dann nicht einmal durch, sondern musste meinen Schlaf meist gegen vier Uhr, direkt nach der Tiefschlafphase, unterbrechen. Jetzt waren es in der Regel neun Stunden Nachtschlaf plus ein Siestanickerchen am Nachmittag. Ideal zum Energie tanken. Und kaum ist man wieder in der Heimat, hat die Post geöffnet und die E-Mails gelesen, geht einem die kleinkarierte Scheiße hierzulande mächtig auf den Senkel. Was mir am Urlaub am besten gefallen hat, war das Mittagsbierchen. Eine leckere Tortilla vom Chef und einen Gerstensaft vom heiligen Michael. Nein, nicht das übliche Mallorcasaufen. Das braucht kein Mensch. Ein gepflegtes kaltes Bierchen im Schatten von netten Menschen serviert. Trinkt man in Frankfurt irgendwo MIttags ein Bier, wird man gleich schräg angesehen.

Apropos kleinkariert. Ich bin gespannt was mich die kommende Woche im Berufsleben erwartet. Momentan hat mich eine echte sch... egal Stimmung heimgesucht und mir wird die Enge meines Lebens bewusst. Manchmal, so sagt man, ist weniger mehr. Ich und meine Familie werden uns wohl in Zukunft etwas mehr zurücknehmen, damit es uns besser geht. Wir planen das nicht nur finanziell. Auch der Kram, den man nie im Leben vermissen wird soll endlich beseitigt werden. Dinge, die eben keiner braucht. Alsdann viele Grüße vom heiligen Michael!

Montag, 18. Mai 2009

Saarland again

Das ist doch mal Werbung fürs Saarland http://www.stern.de/magazin/heft/700519.html. Die Saarschleife bei Mettlach auf der Titelseite des neuen Stern.

Samstag, 16. Mai 2009

Was ist, wenn ...

... man trotz allerbestem Lauf merkt, dass man mit Highspeed an seinen eigenen Interessen und Bedürfnissen vorbeizurauschen scheint. Ich habe aktuell das Gefühl, mein Berufsleben hat unkontrollierbare Ausmaße in Richtung Karriere (und ich wollte doch nie eine) genommen. Jeder normale Mensch würde meine Entwicklung als einen Segen und großen Glücksfall sehen. Ich dagegen sehe es als die verspäteten Früchte allzu langer Bemühungen, die mich jetzt eher ins Grübeln bringen, als mir Freude bescheren.

Manchmal wünschte ich, das wäre alles fünf Jahre früher passiert, aber dann muss ich mir an meine Nase fassen und feststellen, dass Dinge manchmal dauern und ich in meinem Studium einfach etwas beschleunigter hätte studieren müssen. Ganz davon abgesehen, was sich in meinem Privatleben alles zu meinen Ungunsten geändert hätte. Man darf halt nicht nur die Bonbons sehen, die man vermeintlich gehabt hätte.

Andererseits gibt mir diese Situation wiederum Hoffnung auf mein zukünftiges Leben. Auch in der Kunst werden sich meine Bemühungen vielleicht bald auszahlen. Vermutlich ist es einfach mein Geduldsproblem. Ich will Ergebnisse, wenn ich Dinge anschiebe. Bleiben die aus, verliere ich schnell den Spaß daran. Auch wenn sie dann ein paar Jahre später eintreten. Wo kann man bitte Geduld kaufen?

Freitag, 15. Mai 2009

Kleiner Neustart

Lange nicht gepostet... Ich versuche momentan, emotional frisch gestärkt, zu einer neuen Form aufzulaufen. Ich arbeite an meinem Kunst-Comeback, das durch meine Situation im Broterwerb lange auf Eis lag. Außerdem suche ich nach wie vor nach einem neuen Job. Nicht auf Biegen und Brechen, sondern in Ruhe, quasi auf meinem aktuellen beruflichen Höhepunkt.

Wir orientieren uns momentan in Richtung Mias Heimat. Das Saarland glänzt aktuell mit einer Imagekampagne, um sich besser zu vermarkten. Ich bezweifle allerdings, dass es mit einer Website wie dieser hier funktioniert: http://unternehmen-saarland.de/ Sie verkauft zwar alle Gründe, die auch ich als die herausragenden Gründe des kleinen Bundeslandes im Westen sehe, ich kann mir allerdings nicht vorstellen, dass es damit funktioniert.

Das Saarland ist landschaftlich wunderschön und bietet eine Menge Natur, Wander- und Radwege. Die Uni des Saarlandes ist als Exzellenz-Universtät im Bereich Biologie und Informatik ganz vorne in Deutschland. In diesem Zusammenhang nicht zu vergessen Schloss Dagstuhl bei Wadern, wo sich die IT-Größen der Welt treffen. Und dann noch die vielen kleinen Bioerzeuger, die übers Saarland verteilt sind.

Schauen wir was meine Bemühungen beruflich ins Saarland zu wechseln noch bringen.

Montag, 6. April 2009

Menschensammler

In den letzten Monaten habe ich mehr über Menschen erfahren, als in meinem ganzen Leben zuvor. Ich habe gruppendynamische Prozesse erlebt und kennengelernt, Menschen und Ihre Handlungsweisen, Egoismus und Wut, Manipulation und Intrige. Ich will damit eigentlich sagen, dass meine Umwege im Broterwerb einen Erfahrungsschatz mit sich gebracht haben, den ich heute nicht mehr missen möchte. Es sind die Verhaltensfacetten von Menschen, die ich zuvor völlig anders eingeschätzt hätte, die aber über Gruppendynamik und Gängelung Wege des zwischenmenschlichen Verhaltens eingeschlagen haben, die ich nicht nachvollziehen kann. Ich habe Unberechenbarkeit von Menschen kennengelernt. Und obwohl ich mich für jemanden gehalten habe, der eine sehr gute Menschenkenntniss mitbringt, wurde ich immer wieder mit Situationen konfrontiert, die mich auf zwischenmenschlicher Ebene erschüttert haben.

Die schlimmste Art von Verleumdung, mit der ich mehr als einmal konfrontiert wurde, scheint der Rufmord zu sein. Er wird tagtäglich von vielen Menschen im Berufsleben eingesetzt, um die niedrigsten Bedürfnisse von Macht und Sieg über einen Anderen zu befriedigen. Die, die selbst größte Zweifel an Ihrem Ego haben, versuchen jeden Tag andere mit einem nicht ganz so guten Leumund durch Gerüchte, Lüge und Intrige ans Messer zu liefern, nur um selbst besser dazustehen. Ich rede hier über die berechtigte Angst vor Kündigung der Betroffenen. Und es geht immer nur um Macht und den Sieg über die andere Person. Bar jeder Wichtigkeit. Und anstatt die Energie für eine gute, ehrenwerte Sache oder außerordentliche Leistung einzusetzen, wird diese Energie mit vollster Inbrunst gegen andere eingesetzt, nur um aus der Masse hervorzustechen. Absolute Nichtigkeiten gegen die Auswirkungen, die der Betroffene zu ertragen hat. Es scheint Lust zu bereiten, einen anderen zappeln zu sehen.

Ich für meinen Teil habe beschlossen, dass ich mit diesen Menschen, die so verfahren, privat nichts mehr zu tun haben möchte. Und mit meiner Menschensammlung werde ich mich ab sofort wieder vermehrt der Kunst widmen, denn die Sammlung meiner Erfahrungen ist für meine Arbeit als Künstler besser als jedes Lexikon und gleichzeitig Inspiration.

Samstag, 21. Februar 2009

Intrige

Mein werter Kollege, hat mir bis heute meine Frage nach meiner Qualifikation nicht beantworten wollen. Er mimt den Freundlichen und ist sehr nett zu mir, während er hinter meinem Rücken alles tut, um meine Abteilung und mich schlecht zu machen. Das treibt sogar solche Züge, dass er weitere Abteilungen mit einbezieht um besser da zu stehen.

Am Tag nachdem er die E-Mail von mir bekam, hat er wohl sehr getobt und fast seine Abteilung abgerissen. Das weiß ich positiv von einigen seiner Kollegen. Danach bekam er erst einmal eine Abfuhr von seinem Chef und eine halbe Stunde später kreuzte er mit einem Grinsegesicht bei mir auf und beschwichtigte, dass ich wohl etwas in den falschen Hals bekommen habe. Womit er nicht zurecht kam, weil er nicht damit gerechnet hatte, dass ich ihn sehr freundlich, fast herzlich, begrüßte und ihn zu einem kurzen Gespräch in mein Büro bat.

Ich werde jetzt sehen, dass ich weitere Intrigen eindämme und die Geschäftsleitung auf einen Stand bringe. Ich kann diese Machenschaften nicht nachvollziehen. Er könnte mich doch bei meiner Frage nach meiner Kompetenz packen und mir den Garaus machen. Aber nein, er scheint seine Intrige als Sport zu sehen und schöpft daraus eine besondere Befriedigung. Welch eine Energieverschwendung zum Nachteil des Unternehmens. Ich habe beschlossen, diese Spiele nicht mit zu machen. Ich kläre die Dinge auf meine Weise. Schade, alles was ich wollte war arbeiten.

Dienstag, 17. Februar 2009

Konflikt spitzt sich zu

Zum Lösen eines Konflikts gehört zweifellos Mut, das wurde mir gestern wieder einmal bewusst. Gestern ereilte mich einmal mehr eine E-Mail meines speziellen Freundes bei unseren Key-Accountern. Er schwadroniert, dass eines seiner wichtigen Projekte klemmt, lässt aber wieder einmal alle konkreten Hinweise auf seine Unfähigkeit und Fakten des Vorfalls dezent beiseite. Er schwärzt also den Kollegen den es betrifft an, ebenfalls ohne dies konkret zu erwähnen und ließ in einem Satz fallen, dass diese Unfähigkeit symptomatisch für meine Abteilung sei, wiederum aber ohne mich direkt anzugreifen. Diese E-Mail ging auch noch an einen größeren Verteiler, u.a. seinen Chef, was aus meiner Sicht sowieso unmöglich ist. Ich bin solche E-Mails und indirekten Angriffe mittlerweile gewohnt, so dass ich mir gestern in Ruhe überlegt habe, wie ich reagiere. Ich habe diese E-Mail in sehr freundlichen Ton zurückgeschickt, dass ich natürlich um eine Lösung bemüht bin und wir gerne die Details sammeln, um Licht ins Dunkel zu bringen.

Die Fakten zu seinem Problem sind bereits gesammelt und seinen Satz, der meine Fähigkeiten in Zweifel stellt, habe ich direkt formuliert. In etwa: "Du stellst meine Kompetenz in Zweifel, beziehe bitte Stellung dazu. Meinst Du, dass ich für diese Arbeit ungeeignet bin? Ich stelle mich dieser Kritik gerne auch an höherer Stelle." Und diesen angekündigten Weg werde ich auch gehen. Was er nicht weiß, dass sich ausgerechnet sein Chef bei der Geschäftsleitung für mich verwendet hat. Blöde Zwickmühle. Ich bin gespannt, wie er sie lösen wird.

Die ganze Situation ist für mich auf einem Unterhaltungsniveau angekommen, über das ich nur noch lachen kann. Die Zeit der Schmerzen und Wehklagerei ist vorbei. Wer aktiv ist, führt.

Montag, 16. Februar 2009

Anders leben und anderes Leben

Über meine Blog-Zugriffsanalyse kommen sehr häufig Besucher mit den Suchbegriffen anders leben und anderes Leben auf der Startseite dieses Blogs an. Liebe Suchmaschinenbenutzer, mich interessiert brennend, was Euch veranlasst nach diesen Begriffen zu suchen und noch brennender interessiert mich, was Ihr Euch davon erfhofft, wenn Ihr auf das Suchergebnis bei Google und Co. geklickt habt.

Da meine Blogparade Aussteigen und Selbstverwirklichung so wenig Resonanz hatte, interessiert mich auch, ob es doch noch einige Menschen gibt, die mit diesem Thema liebäugeln.

Bitte nutzt die Kommentarfunktion dieses Blogs und hinterlasst mir eine Nachricht. Wenn Ihr nicht erkannt sein wollt, könnt Ihr natürlich auch anonym kommentieren.

Freitag, 13. Februar 2009

Qualität setzt sich eben durch ...

... könnte man auch sagen. Ich kann aktuell nicht nachvollziehen, woher es so plötzlich kommt, aber momentan sprudelt eine Fontäne der Anerkennung über mich. Gestern hatte ich einen Termin mit meiner Geschäftsleitung, über den ich vor lauter Verwunderung erst einmal schlafen musste, bevor ich ihn einordnen konnte. Heute bin ich um vier Uhr wach und verspüre den Drang, das hier aufzuschreiben. Nachdem schon einige Kollegen aus allerlei Bereichen mir im direkten Dialog ihre Anerkennung für meine Arbeit aussprachen, hatte ich gestern besagten Termin. Ich empfinde seit gut drei Monaten die Zusammenarbeit mit der Geschäftsleitung sehr konstruktiv. Gestern kam dann die unerwartete Sahnehaube mit Kirsche obendrauf. Man bietet mir aus freien Stücken mehr Gehalt an und will mich für die Zukunft strategisch für die hochbrisanten Projekte einsetzen. Desweiteren soll ich mich perspektivisch völlig aus dem operativen Geschäft zurückziehen!!! Meine Arbeit macht mir auch seit knapp drei Monaten wieder richtig Spaß. Ich bin dort, wo ich schon lange nicht mehr war.

Vor gut einem Monat hatte ich mit der Geschäftsleitung einen Kundentermin, bei dem ich offensichtlich ein Puzzleteil zu diesem sich langsam aufbauenden Bild beitragen konnte. Man unterstellt mir jetzt folgende, aus Sicht der Geschäftsleitung, positive Eigenschaften:

  • Absoluten Führungsanspruch
  • Belastbarkeit
  • Fachliche Kompetenz
  • Soziale Kompetenz
  • Und allen voran soziale Intelligenz

Das klingt mir sehr nach einer Managerbeschreibung, vor der mir ein wenig Angst wird. So wollte ich doch nie sein. Und schon fange ich an mich wieder in Frage zu stellen. Wollte ich bisher dem klassischen Aussteigerklischee entsprechen? Zeichne ich mir ein falsches Bild vom Künstlerdasein? Meine Arbeit macht mir doch aktuell Spaß. Ich darf doch Spaß haben, oder? Ich verdiene mit "Spaß haben" gerade Geld. Gut der Weg hierher war mit heftigen Schmerzen verbunden und es wird noch schmerzhafte Passagen geben, aber ich darf doch gerade genießen? Die einzige Beschreibung, die nicht in mein inneres Bild passt und doch mich beschreibt ist "unkonventionell". Man sieht mich als unkonventionell und erfolgreich damit.


Ich lege mich jetzt wieder schlafen und werde das sehr unkonventionell tun. Ich werde nämlich mit einem Lächeln auf den Lippen einschlafen und nachher den Kollegen, die mir bis hierhin geholfen haben, etwas von diesem Erfolg abgeben. Gute Nacht oder vielmehr guten Morgen.

Dienstag, 10. Februar 2009

Sorgen haben war gestern

Naja, jedenfalls läuft es ganz gut und ab und an muss man auch einmal zurückblicken und Bilanz ziehen. Ich bewerbe mich jetzt parallel zu meiner neuen Position seit ca. einem halben Jahr. Immer wieder grase ich die Jobbörsen ab und bewerbe mich, falls vorhanden, um Stellen im Bereich Projektleitung, Leitung und Koordination. Ich habe im September 2008 einmal ordentlich meinen Lebenslauf frisiert und einen sogenannten Maximallebenslauf erstellt. Dieser Maximallebenslauf wird dann je nach Stellenbeschreibung ausgemistet, so dass ein prägnantes Bild für eben diese Stelle ensteht. Insgesamt hatte ich 15 Bewerbungen losgeschickt und fünf Einladungen zu Gesprächen bekommen. Eine Ausbeute von 33,33%, was ich gar nicht schlecht finde. Von den vier besuchten Gesprächen bekam ich eine Absage, eine Stelle war zu niedrig dotiert und eine Stelle sagte ich ab, da sich im Gespräch eine völlig anderes Bild der Stellenbeschreibung abzeichnete und eine Bewerbung ist noch in der Schwebe.

Unterm Strich ist das für mich ein sehr zufriedenstellendes Ergebnis. Man will mich kennelernen und ich genieße das.